Das Hunderlei Rudel erweitert sich

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Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt! Diese Weisheit gilt auch bei uns, denn es war nie geplant, dass wir fast gleichzeitig einen Hundewelpen aufziehen würden. Es geschah durch eine Aneinanderreihung von verschiedenen Umständen - ein Zufall, aber natürlich ein sehr schöner Zufall, nicht zuletzt für Maura und Milou, welche zu dicken Kumpeln wurden.

In deisem Teil beschreiben wir euch ganz kurz Maura und Milou und auch weshalb wir uns für die jeweilige Rasse entschieden haben. Vielleicht schreiben wir in einiger Zeit nochmals darüber, ob wir mit unserer Rassewahl glücklich sind :-)

Wie alles begann...

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Claudia's Neuzugang

 

Gulliondale Brana Maura
"Maura"

02.06.2016

 

ein waschechter Arbeitslabrador aus Graz

Stefanie's Neuzugang

 

Hoëdic Milou de l'ile Romande
"Milou"

05.08.2016

 

ein wuscheliger Barbet aus Schönenwerd

Wieso diese Rasse?

Claudia: Für mich waren die drei Hauptauswahlkriterien: Arbeitswille, Freundlichkeit und der vielleicht wichtigste Punkt - ins Rudel passen. Es sollte ein mittelgrosser Hunde werden, der gerne arbeitet und im Temperament zwischen dem spritzigen Spotty und dem gemütlichen Lenny liegt. Obwohl ich einige interessante Rassen verfolgte, landete ich schliesslich immer wieder beim Labrador. Die Field Trail Linie kannte ich bereits aus meinem Umfeld. Der Showtyp war für mich aus Gründen der Gesundheit und Arbeitsanlagen keine Option (was natürlich nicht heissen soll, dass die Showlinie keine gesunden Hunde hervorbringt). Der Labrador aus Arbeitslinie vereint den gewünschten "will to please", mit der Standfestigkeit gegenüber dem bestehenden Rudel sowie gute Strategien in der Konfliktlösung. Zudem ist er in der Arbeit sehr vielfältig und kann daher in diversen Hundesportarten sehr gut geführt werden, sei das Mantrailing, Dummy oder andere Nasenarbeiten. Und dennoch muss gesagt werden, dass der Labrador Retriever aus Field Trail Linien ein spezialisierter Arbeitshund ist, der entsprechend gefördert und gefordert werden will. Einmal am Tag 30 Minuten ums Quartier reichen hier nicht. Seine Anlagen, gerade beim Apportiern sollten gefördert werden.

Stefanie: Der Barbet war schon länger in unseren Köpfen verankert, da er für mich die Alternative zu Lagotto und Grosspudel ist. Für mich sollte es ein grösserer Hund als der Lagotto werden - ein Allrounder im Hundesport mit Dummysport und Nasenarbeit im Vordergrund, aber trotzdem ein vernünftiges Gemüt und gute Anlagen für die Führigkeit im Alltag. Auch ich habe mich aktiv nach anderen Rassen umgeschaut, doch als dann unser Lockenkopf letzten März gestorben ist, war vor allem mein Partner der Antrieb sich nochmals mit dem Barbet auseinander zu setzen. Und so folgte ein Besuch beim Züchter und da war es ziemlich schnell klar - es soll wieder ein Wuschel hier einziehen.

 

Wieso dieses Geschlecht?

Claudia: Nach zwei Rüden war es endlich Zeit für eine Hündin.

Stefanie: Wir überliessen es dem Schicksal.

 

Wieso diese Zuchtstätte?

Claudia: Die Seite des Retriever Clubs habe ich intensiv genutzt und viele Züchter, resp. deren Webseiten in der Schweiz auf diesem Weg gefunden. Leider ist auf der Liste nicht vermerkt, ob der Züchter eher Richtung Arbeitslinie oder Showlinie züchtet. So habe ich, wie es sich für dieses Jahrzehnt gehört, endlos Google befragt. Irgendwann landete ich bei der Gulliondale zucht und fand die Seite durchs Band ansprechend. Wie es der zufall wollte, war die Züchterin kurze Zeit darauf in der Schweiz zu Besuch, so dass Stefanie und ich die Hunde und Züchterin persönlich kennen lernen konnten. Nicht nur die Hunde haben mich begeistert, sondern auch zwischenmenschlich fühlte ich mich angesprochen. Danach war mein Herz verschenkt - ein Gulliondale sollte es werden. Dies war über ein Jahr bevor Maura das Licht der Welt erblickte.

Stefanie: Bei uns war der Zeitpunkt des Wurfes besonders wichtig, da ich bis September beruflich sehr eingespannt war. Ich hatte schon vor langer Zeit durch Gespräche mit Barbethaltern, Clubmitgliedern und Züchtern einige präferierte Linien herausgeschrieben und dadurch einige Zuchten vorselektiert. Als es dann aktuell wurde, habe ich mit meiner favorisierten Zucht Kontakt aufgenommen. die Nähe zu uns war reiner zufall - wichtig waren mir eine seriöse Aufzucht, aufgeschlossene Elterntiere und ein guter Draht zum Züchter. Wir fühlten uns beim Besuch sehr gut aufgehoben, bekamen viele Infos und all meine Fragen wurden beantwortet.

Für uns wichtige Kriterien für die Züchterauswahl:

  • Vorgängiges Kennenlernen des Züchters ist möglich
  • Fragen zu den Hunden, Rasseeigenschaften, Aufzucht etc. werden bereitwillig erklärt und nicht nur durch die rosarote Brille die positiven Eigenschaften aufgezeigt. Dazu können auch schwierige Rasseeigenschaften oder Krankheiten gehören.
  • Es leben nur einige Hunde im Haushalt des Züchters. die Hunde sollen Familienmitglieder sein und erhalten Beschäftigung und leben im Haus.
  • Der Züchter hat sich auf eine (max. zwei) Hunderasse spezialisiert.
  • "Pensionierte" Zuchthündinnen dürfen weiterhin beim Züchter leben.
  • Über den Deckrüden gibt es Fotos und Unterlagen.
  • Der Züchter hat eine Welpenmappe mit allen wichtigen Infos parat.
  • Die Elterntiere sind aufgeschlossen, freundlich und sicher und vor allem rassetypisch im Wesen.
  • Der Ort der Aufzucht ist vorzugsweise im häuslichen Bereich resp. angrenzenden Garten und lässt sich bereits vorab besichtigen.
  • Der Welpenauslauf wird altersgemäss ansprechend gestaltet (Umgebung, verschiedene Untergründe, Spielzeug etc.).
  • Der Züchter ist auch nach dem Kauf für einen da.
  • Die Welpen dürfen vor der Abgabe mehrmals besucht werden.
  • Der Hund ist bei der Abgabe gechipt und bekommt sein gewohntes Futter ins neue zu Hause mit.
  • Informieren Sie sich beim zuständigen Rasseclub über Züchter

  • Ein Rassehund kostet! (Hundemafia)

Herbst 2016